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Anrufe von Telefonverkäufern im Auftrag der Krankenkassen

Oder wie man mit ranzigem Speck Mäuse fangen will

Im November wurden viele Schweizer von Telefonverkäufern angerufen, die einen Termin mit einem Vertreter einer Krankenkasse vereinbaren wollten. Der Grund: Sparen bei den Krankenkassenprämien. Das möchten grundsätzlich alle, doch die Vorgehensweise der Telefonverkäufer ist ärgerlich.

Den Telefonverkäufern geht es darum einen Termin zu vereinbaren. Um dies zu erreichen ist ihnen fast jedes Mittel recht. Denn, den Termin verkaufen Sie dann einer Krankenkasse. Auftraggeber der Call-Center sind die Krankenkassen. Wahrscheinlich bedienen sie die Call-Center sogar mit den Telefonnummern von den Versicherten.

Hier ein Auszug aus einem solchen Telefongespräch. Der Telefonverkäufer sagt: „Guten Tag. Haben Sie unseren Brief betreffend Ihrer Prämienerhöhung erhalten“? Nachfrage: „Rufen Sie im Auftrag meiner Krankenkasse an“? Telefonverkäufer: „Ja“! Erneute Nachfrage: „Ach, dann können Sie mir sicher sagen, bei welcher Krankenkasse ich versichert bin“? Antwort: „Äh, nein. Ich rufe von der offiziellen Informationsstelle für die Bevölkerung an“. Nachfrage: „Von welcher Informationsstelle“? Antwort: „Von Zürich“. Antwort: „Aber, es gibt keine offizielle Informationsstelle“. „Von welcher Firma sind Sie“? Darauf legte der Telefonverkäufer auf.

Viele meiner Bekannten haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Ob die Krankenkassen wissen, wie die Telefonverkäufer vorgehen?

Der Imageschaden für die Krankenkassen dürfte nach meiner Einschätzung erheblich sein. Förderlich ist das nicht, wenn man bedenkt, dass wir im nächsten Jahr über eine „Einheitskasse“ abstimmen werden. Was meinen Sie dazu?

Autorin: Iris Affolter, Plus Media GmbH

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