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Heisse Tage, kühle Köpfe

Hitze kann sich negativ auf die Gesundheit und die Sicherheit der Arbeitenden auswirken und unter Umständen die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit mindern.

Wie gut wir Hitze vertragen, hängt auch vom momentanen körperlichen Befinden ab. So wird die Hitze z.B. bei Erkältungen oder anderen chronischen Erkrankungen deutlich schlechter ertragen. Im Allgemeinen reagieren schwangere Frauen, ältere und kranke Personen empfindlicher auf Hitze und Ozon.

Typische hitzebedingte Beschwerden können sich äussern als: Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit Erbrechen, usw.Typisch ozonbedingte Beschwerden können sich äussern als: Reizerscheinungen der Augen und der Atemwege.

Wie man sich und andere vor gesundheitlichen Folgen von Hitze schützen kann, darüber informieren das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Flyer „Heisse Tage – kühle Köpfe“ und dem Faktenblatt „Vorsorge treffen – Todesfälle vermeiden“.

Hier die wichtigsten Vorkehrungen zum Schutz vor Hitze.

Technische Massnahmen

Arbeiten im Freien
• Einrichtungen zum Schutz vor Sonnenstrahlung
• Trinkwasser zur Verfügung stellen


Arbeiten in Gebäuden
• An exponierten Fenstern Storen montieren
• Ventilatoren zur Verfügung stellen
• Gegebenenfalls Klimageräte installieren

Organisatorische Massnahmen

Erste Hilfe und Notfallorganisation
• Verantwortlichkeiten bestimmen

Information der Mitarbeitenden über
• Beschwerden durch Hitze und Ozon, sowie Erste Hilfe-Massnahmen
• Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen (genügend trinken)
• Schutz vor Sonnenstrahlung: Kopfbedeckung, Kleidung, Hautschutzcrème
• Mitwirkungsrechte und Pflichten
 

Die Arbeitszeiten anpassen
• Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitsgesetzes verschieben und/oder einschränken
• Häufiger Erholungspausen gewähren
Die Tätigkeiten organisieren
• Schwere oder belastende Arbeiten auf den Morgen verlegen
• Arbeitsrhythmus anpassen
Arbeiten im Freien
• Strahlungsexposition möglichst vermeiden
• Schwere Arbeiten während der Ozonspitze am späteren Nachmittag vermeiden
Arbeiten in Gebäuden
• Fenster wenn möglich während der Nacht, spätestens aber am frühen Morgen öffnen
• Während des Tages Fenster schliessen und beschatten
• Für Luftbewegung sorgen

Persönliche Massnahmen

Auf Körpersignale achten
• Anzeichen von körperlichen Beschwerden wahrnehmen und Massnahmen ergreifen
• Keine alkoholischen Getränke oder Drogen konsumieren
Flüssigkeit zu sich nehmen
• Frühzeitig trinken, d.h. bevor sich der erste Durst meldet
• Genügend und regelmässig trinken
• Wasser oder schwach gesüsster Tee sind Süssgetränken vorzuziehen
Arbeiten im Freien
• Kopfbedeckung
• Sonnenbrille mit UV-Schutz
• Sonnenschutzcrème
• Immer körperbedeckende Kleidung tragen

Besondere Abklärungen

sind erforderlich bei
• Körperlicher Schwerarbeit
• Arbeiten in engen Räumen (z.B. Führerstände, Krankabinen, Baugruben)

 

3 goldene Regeln für Betagte und Pflegebedürftige an Hitzetagen

1. Anstrengungen vermeiden

• Im Haus bleiben, wenig körperliche Aktivitäten

2. Hitze aussperren – Körper kühlen

• Tagsüber Fenster und Fensterläden/ Rollläden/Vorhänge schliessen
• Nachts lüften
• Lose, helle und dünne Kleider tragen
• Körper frisch halten mit kühlen Duschen, kaltes Tuch auf Stirn und Nacken, kalte Arm- und Wadenwickel, kalte Fuss- und Handbäder

3. Viel trinken – leicht essen

• Getränke (mind. 1.5 l/Tag) in regelmässigen Abständen trinken, auch ohne Durstgefühl
• Erfrischende, kalte Speisen: Früchte, Salate, Gemüse, Milchprodukte.
• Auf ausreichende Versorgung mit Salz achten

Mögliche Hitzefolgen

Schwäche, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit, Muskelkrämpfe.
Sofort handeln! Viel trinken, Körper abkühlen, Arzt/Ärztin rufen

 

Schutz_bei_Hitzewelle (Klicken für Download)

 

Weitere Informationen:

Wetter, Temperatur, Luftfeuchtigkeit: www.meteoschweiz.ch

Ozon: www.meteotest.ch

UV: www.uv-index.ch

Quelle: www.bag.admin.ch

 

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