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schimmelpilze unter dem Mikroskop

Schimmelpilze gehören in den Käse

In der Schweiz ist knapp jede vierte Wohnung zu feucht. Die häufigsten Ursachen sind bauliche Mängel, Wasser- und Rohrschäden oder nutzungsbedingte Ursachen wie falsches Lüften. Die Folge: Schimmelpilze!

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Das gesündeste Raumklima herrscht bei 50 % relativer Luftfeuchte und 20 °C Raumtemperatur. Die relative Raumfeuchte sollte niemals unter 30 % fallen. Einige Schimmelpilzarten vermehren sich bereits ab 70 % Feuchtigkeit. Herrschen über einen längeren Zeitraum mehr als 80 % Feuchtigkeit im Raum, führt das unvermeidlich zur Entstehung von Schimmel.

Die Liste der Schimmelpilzarten und ihrer Gefährdungspotenziale ist fast unüberschaubar. Eindeutig jedoch ist, dass Schimmel in Wohnräumen mindestens eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens darstellt. Feuchtigkeit und Schimmel führen zudem zu Geruchsbelästigungen und stehen im Verdacht, Wegbereiter für Erkältungen zu sein.

Zu Recht wird den gesundheitlichen Auswirkungen seit einigen Jahren vermehrt Beachtung geschenkt. Denn Schimmelpilze können Allergien, Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen hervorrufen und bei Menschen mit erhöhten Risiken Infektionen verursachen.

Die häufigsten gesundheitlichen Folgen von Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnräumen sind Atemwegs-, Augen- und Hautreizungen bis hin zu chronischer Bronchitis und Asthma sowie allergische Erkrankungen.

Bei bestimmten Vorerkrankungen steigt das Risiko für gefährliche Schimmelpilzerkrankungen wie die allergische Lungenerkrankung ABPA oder eine innere Infektion.

Empfehlungen bei gesundheitlichen Problemen in feuchten Wohnräumen

Konsultieren Sie Ihren Arzt.

Unabhängig von der ärztlichen Diagnose müssen die Ursachen für die erhöhte Feuchtigkeit behoben, Schimmelschäden saniert und zuletzt die feuchten Bauteile getrocknet werden. Entfernen Sie den Schimmelbewuchs aber nicht selbst. Vor und mehrere Tage nach der Sanierung sollte man häufig lüften, später regelmässig Staub entfernen. Denn Schimmelsporen verbreiten sich mit der Raumluft, sinken allmählich zu Boden und können sich im Hausstaub anreichern.

Zum Schluss noch dies: Werfen Sie gelegentlich ein Blick auf das Thermo-Hygrometer. Und falls Sie keines haben, kaufen Sie eines. Das ist eine sinnvolle Anschaffung.  

Quellen:

  • Merkblatt des Bundesamtes für Gesundheit
  • Wikipedia