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Männer wollen auch schön sein

Männer wollen auch schön sein

Wellness ist in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Für viele ist Wellness bereits zur Lebenskunst geworden. Männer, waren früher eher zurückhaltend, holen aber auf. Ist nun alles gut?

Der Trend, Wellness fest in den Tagesablauf einzubauen, lässt sich auf der ganzen Welt beobachten. Auch zahlenmässig schlägt sich das wachsende Interesse an Wellnessangeboten nieder: So melden viele Anbieter seit Jahren steigende Besucherzahlen. Was sich in den letzten Jahren jedoch hauptsächlich veränderte, ist der Anteil der männlichen Kundschaft von Wellnesseinrichtungen.

Bis vor ein paar Jahren waren die Männer klar in der Minderheit. Das hat einen Grund: Der neue Mann ist viel offener, was Körperpflege, Kosmetik und sogar Make-up betrifft. Er findet Gefallen daran, sich umhegen und pflegen zu lassen. Trotzdem gibt es nach wie vor geschlechterspezifische Unterschiede: Frauen geht es vor allem darum, etwas für ihre Figur und ihre Schönheit zu tun. Männer hingegen wollen hauptsächlich entspannen, den Alltag abschütteln und etwas für ihre Fitness tun.

Das finde ich prima. Männer haben (endlich) ein typisches „Frauending“ für sich entdeckt. Was sie aber noch nicht wissen: dieses Verhalten wird längerfristig Konsequenzen haben. Zusehens geraten nämlich Männer unter den gleichen Druck, wie die Frauen: Den meist von Männern definierten „Schönheitsidealen“ gerecht werden zu müssen.

Zugegeben die ganze Geschichte kommt etwas feministisch daher, ist aber mit einem Augenzwinkern zu lesen. Ein bisschen Spass muss sein.  

Autorin: Iris Affolter